Teufelstättkopf

Teufelstättkopf

Wer trotzet dem Föhnsturm…

Der Föhn, bekanntlich in den Nordalpen von Süd nach Nord blasend, kann so manche Tour zu einer unangenehmen Angelegenheit heranwachsen lassen. Schaut man sich jedoch die Verläufe der Bergketten an, so schadet es in diesem Fall nicht, sich an Ost-West-verlaufende Gebirgszüge zu halten. In unserem Fall sind das die Ammergauer Berge. Hält man sich nun noch in den nordseitigen Karen auf, kann man relativ genussvolle Skitouren gehen.

Also trafen wir uns gegen 8 Uhr in Unterammergau und starteten gen Teufelstättkopf. WIr entschieden uns gegen den direkten Aufstieg via Nordrücken sondern nahmen den kleinen Umweg über den Pürschling in Kauf. Hier traf uns natürlich der Föhn dann doch kurzzeitig mit voller Wucht, da wir uns exponiert am Kamm befanden. Aber wir fanden diese Option cleverer, als die steile Flanke des Pürschlingkars zu queren (vorbei an offenen Schneemäulern und durch frischen Triebschnee hindurch).

Am Kamm muss man für eine kurze felsigere Passage die Ski abschnallen, aber nach wenigen Minuten hat man diese hinter sich gelassen und kann die letzten Meter zum Teufelstättkopf empor steigen. Den Gipfel ließen wir allerdings wegen der steifen Brise dieses Mal aus. 

Schnell zogen wir die Felle ab und fuhren ins Teufelstättkar ab. Es war wie erwartet eine großartige Abfahrt wieder mit insgesamt recht sicheren Bedingungen. Der obere Teil ist zwar etwas steiler, doch legt sich der Hang bald sanft zurück. Genußvolles Schwingen bis zur Waldgrenze unterhalb des Laubenecks war die Devise.

Dort kamen die Felle wieder unter die Ski und ich spurte zurück Richtung Teufelstättkopf. Das Wetter wurde allerdings immer grauseliger und wir entschieden uns, auf den Weg zum Auto zu machen. Also wieder Felle runter, den Rücken zurück Richtung Pürschling, aber vorher nach links hinein ins Pürschlingkar. Auch heute ging es wieder durch den steilen Mittelteil, da in diesem Bereich kein Triebschnee lag und es sich sehr gut anfühlte.

Als Premiere für diese Saison fuhren wir auch durch den Wald komplett ab. Es war zwar im mittleren Bereich schon recht zerfahren, aber links und rechts der Schneise war noch genügend Platz für unbeschwerte Pulverschwünge. Am Forstweg angekommen ließen wir es dann bis zum Parkplatz hinab laufen.

Für das vorherrschende Wetter genau die richtige Tour zur richtigen Zeit, da wir im Aufstieg noch die Sonne genießen konnten und als eine der ersten unterwegs gewesen sind. Ein super Tag mit toller Begleitung, dessen Bericht auf untrackedski.com nachzulesen ist.

 
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